Mittwoch, 18. Februar 2009
Noch immer Ko Chang
Zurückgekommen, ist ein kurzer Pflichttratsch abzuhalten und eine Verabredung zum Fisch Essen zu treffen und dann auch einzuhalten. Ich Idiot vergesse meine Brille! Das Blödeste: Ich war mir nicht sicher habe ich die Brille vergessen oder vielleicht verloren. Ersteres zum Glück. Nur bin ich solcherart halbblind an den Internet Shops vorbeigegangen. Nachmittags, so 16:30 BKK-Time, war gmail übrigens nicht erreichbar!
Der heutige Fisch, wieder ein red Snapper, war wieder ausgezeichnet. Das Lokal mit dem Charme einer Bahnhofshalle verlangt das Doppelte von dem, das ich vorgestern in einem ansehnlichen Restaurant bezahlt habe. Zum Glück muss ich es ja nicht verstehen. Auch die Entscheidung wohin ich wieder gehen werde, fällt mir nicht schwer.
Die Zeit vergeht wie verrückt. Ich mache doch nichts und komme trotzdem weder zum Schwimmen, noch ein wenig zu lesen. Verkühlung ist noch nicht vorbei und ich fühle mich ein bisserl mau.
Heute war ein trüber Tag. Hat mir sicher ein Schutzengerl gerichtet, gestern habe ich ein bisserl zu viel Sonne erwischt. Ich war doch früher nicht so empfindlich?! Ja, früher ........
Montag, 16. Februar 2009
Koh Chang
Zuallererst muss ich richtigstellen: Die Insel heißt natürlich Ko Chang. Peter hat mich auf den Fehler aufmerksam gemacht. Er schreibt auch Koh, also mit „h". Wird auch stimmen. Der „lonly planet" Reisführer – meine Thailand Bibel – schreibt Ko = Insel, ohne „h". Im lokalen Prospekt steht Koh. Probleme genug für einige Tage Strandurlaub.
Ich, in meiner oberflächlichen Art, habe mich vor solchen Betrachtungen gedrückt. Ich bin den Strand bis zur Straße geschlendert, habe auf die Straße gewechselt und machte mich auf die Suche nach einer Fußpflege. Nein, liebe Freunde, ich habe keinen Sonnenstich, auch keinen Demenz-Schub, ich hatte einen ganz gewöhnlichen, birmesischen Stachel in der rechten Fußsohle. Gänzlich ungeeignet zur Selbstbehandlung, man müsste mit der linken Hand operieren und bräuchte 2 zusätzliche Hände zur Stabilisierung. Pediküre wird angeboten, 150 Baht. Damit habe ich helfende Hände im Bereich der Problemzone. Richtig freudig widmete sich die Fachkraft meinem Dorn und entfernte diesen äußerst geschickt. Rest ist Pflichtprogramm. Kurz vor dem Fertigwerden ein verkäuferisches Highlight: angedeutete Fußmassage, jähes anreißen an er Zehe. Sie hat jetzt meine volle Aufmerksamkeit. Sie deutet mit mimisch perfekt gerümpfter Nase auf meine Ferse und sagt vielsagend „foot skin". Ein Übermensch, wer nicht sofort nickt und das dazupassende „yes" sagt. Für diese Behandlung wird man auf den Buch gelegt. Vielleicht, dass man nicht zuschauen kann? Sie arbeiten zu zweit, ambitioniert, mit Kraft. Na, jetzt habe ich vielleicht Fusserln! Viel zu schade um zu gehen.
Gewissenhaft setze ich dann meinen Rundgang fort, testete mixt fruits, sehr gut! Bald darauf, auch eine einladende Terasse, mixt fruit with muesli and yoghurt, schmatz! Soviel Aktivität macht müde, also legte ich mich zur Regeneration in den Sand.
Zum Nachtmahl einen Fisch: red Snapper. Dadurch verpasse ich den Sonnenuntergang. Mieses Timing, guter Fisch. Rückkehr zu meinem Bungalow, Orange Juice, tratschen mit Österreicher und Griechen, Lokalwechsel zum Nachbarlokal. Ich nehme wieder mixt fruit und eine Stunde später falle ich todmüde ins Bett.
Sonntag, 15. Februar 2009
Ko Chang
Das Zimmer bei New Joe war eine schlechte Wahl. Stickig und laut. Keine Gefahr mich zu verschlafen. Aber die Lage ist halt sehr gut. Der Bus vom Flugplatz hält keine 50 m entfernt, mein Lieblings Internet samt Reisebüro-Lady ist 30 m, der Bus nach Ko Chang wieder 50 m entfernt.
Die Reise – wie in Thailand üblich – problemlos, mit einer neuen Variante: bisher kannte ich nur die Pickerl Methode, bei der man je nach Destination, möglichen Aufpreisen und Umstiegen, verschiedenfarbige Pickerl auf die Brust geheftet bekam. So wird wortlos erkannt ob die Touris auch im richtigen Gefährt sitzen. Diesmal wurde umgeschrieben. Der Reisebüro-Beleg in einen Schmierzettel. 50 m weiter in einen anderen Schmierzettel, Hoppla, unser Bus parkt weite 100 m weit weg. Dort bekommen wir für den zweiten Schmierzettel einen Autobus – Beleg. Kurz vor der Fähre, gekommen wir dann bei einem Halt für die Autobus-Karte einen Fähren Fahrschein.
45 Minuten Fähre, Hautnah im Sammeltaxi, ich steige bei der White Sand Beach aus. Hier gibt es alles. Vom 7/11 (Supermarkt), ATM, Restaurants, Wäscherei, Hotels und Resorts. Aber keine Star Beach Bungalows. Aber ich hatte die Karte studiert und wusste, dass Star + Boo = meine Favoriten nördlich vom KC Grande liegen müssen. Meine Reisetasche hinterlasse ich bei einer Bike-Rent-Lady. Ich gehe am Strand entlang. Sehr aufmerksam: etwas stärkeres Meeresrauschen war aktiviert. Ich bin noch in meiner AC-Schutzkleidung = lange Hose und langärmeliges Hemd. Teufel -ist das anstrengend im Sand zu gehen.
Tatsächlich, Star ist da. Und ausgebucht. Der Besitzer, ein Holländer ist aber so nett und fragt gleich nebenan: Hurra, Nr. 4, ein paar Stiegen hinauf. KingSize Bett, Moskitonetz, Balkon Richtung Meer, Dusche, WC. Meine Reisetasche wird von zwei Frauen mit einem Handwagen geholt. Die hätte ich niemals über den Strand hierher gebracht! Einen anderen Zugang gibt es nicht.
Nachtmahl war gut. Ich habe herrlich geschlafen. Ruhe und Meeresrauschen. Frühstück amerikanisch. Kurzer Strandspatziergang, ok, aber anstrengend. Der birmesische Husten und Schnupfen macht mir doch zu schaffen.
Freitag, 13. Februar 2009
in BKK
Also auf in die Stadt. Natuerlich Kaosan Road. New Joe hat ein 300 Bt Zimmer fuer mich, ein koestliches Nachtmahl, die nette Reisebuero Lady verkauft mir ein Ticket Bus+Faehre. Mein Ananas-Lieferant ist auch bereit mir ein Sackerl zu verkaufen, im Cool Corner drinke ich einen Kaffee und ein viel zu suesses Orangen Juice und in "meinem" Internet-Laden kann ich den Blogger sofort aufmachen. Phantastisch!
Aber wo bitte sind die bezaubernden Maedchen geblieben, grazil, strahlende Augen und ein betoerendes Laecheln? Nicht mit dicker Farbe bekleckert und angestrichen wie ein schlechtes Werbeplakat! Thanaka im Gesicht, zunaechst total ungewohnt, finde ich mittlerweie schoen. Als krassen Gegensatz hatte ich beim Rueckflug mit der Bangkok-Air die angeschmierten Fratzen der Stewardessen. Verzeihung meine Damen, dass ich fuer die Maedchen mehr Worte finde. Aber die Maenner gefallen mir ungleich weniger (no Na!) ausserdem haben sie die scheussliche Gewohnheit Bethel zu kauen. Und bei einem Mann wirkt zierlich halt weniger gut.
Die Touris sind dagegen eine Katastrophe! Du lieber Gott! Gut, ich bin auch kein Apoll. Schluss - was faellt mir denn ein! Aber der Gegensatz ist mir zunaechst gar nicht so aufgefallen. Die wenigen Turis in Myanmar fallen weniger auf und sind auch besser angezogen. der Prostituierten - Look (nicht der Professionellen, sondern der Touris) tritt hier halt geballter auf. Und die Frisuren! Die Afro-Locken!
So, das Johari-Fenster ist wieder zu! Aber das sind halt so Gedanken, wenn ich die Strassen entlanggehe.
Morgen 8 Uhr geht mein Bus in eine Gegend, die ich nicht kenne. Ich bin gespannt und voller Erwartung. Ich hoffe auch, meinen Schnupfen und Husten schnellstens loszuwerden. Ich bin sicher, dass mir die staubige Luft so zu schaffen machte.
Good Bey Myanmar
Um eine stabile Internet-Verbindung zu haben, lohnt sich die Reise nach Bagan nicht. Die scheinbar in ganz Myanmar bestehenden Probleme mit der Stromversorgung sind zwar so gut gelöst, dass man sie kaum bemerkt. Man zahlt auch z.B. fürs Internet 100% Aufschlag, wenn der Strom aus dem Generator kommt. Ok, 2000 Kyat/Stunde bringt mich auch nicht um, ärgerlich wird die Sache aber, wenn ich für 2 Mails eine Stunde vor dem PC sitze, und ein Bild – wenn überhaupt möglich!!! - 15 Minuten dauert.
Gestern war den ganzen Tag überhaupt kein Internet-Zugang möglich. Das als Erklärung, warum ich mit meinem Bericht säumig bin.
Gestern hatte ich zum Ausklang einen ruhigen Tag. Frühstück mit den beiden Fransösinnen, Mittagessen mit einem Deutschen, der seit 40 Jahren in den USA lebt, Juden und Neger hasst, zum Abendessen wir ich dann mit einem deutschen Pärchen zu einem burmesischen Nachtmahl verabredet. Ganz interessant, sie haben auf ihrer 6 Monate-Reise in Kambodscha 6 Wochen gearbeitet. Sie ist Kinderpsychologin, er, angehender Zahnmediziner der zur Behandlung von Kindern eingesetzt war. NEIN! Nicht zahnlose Babys.
Zwischendurch habe ich die Pagode besucht. Dabei habe ich eine neue Art Zwangsbeglückung kennen gelernt. Da kommt ein Mädchen, plappert und fragt „where from" ... usw. dann will sie mir einen Schmetterling schenken und auch gleich an die Brust heften. Schmetterlinge ziehen – scheinbar – einander an, also dauert es nicht lange, kommt das nächste Mädchen, bla, bla und ich habe einen zweiten Schmetterling. Jetzt war ich aber sehr vorsichtig geworden. Das erste Mädchen verfolgte mich, zum Glück mit einigem Abstand. Drohte erneute Gefahr half ein flehender Blick zu ihr. Sie fauchte, vielleicht schimpfte sie auch mit der Konkurrenz und ich hatte wieder ein wenig Frieden. Ich schenkte ihnen dann einen einen Geldschein und wir trennten uns mit zufriedenen Gesichtern.
Auch mein Lokal vom Vortag besuchte ich wieder. Diesmal spielte ein junger Mann Gitarre. Als Verkehrsmittel hatte ich ja noch mein Fahrrad. Zwischendurch Gepäck packen (hi, hi das wissen nur wir). Das ist besonders anstrengend wenn man zum Frühstück kein Gebäck sondern „nur" Toast bekommen hat. Außer Papaya und Banane hatte ich aber auch eine Ananas mitgebracht, die fachgerecht zerteilt wurde.
Nicht zu vergessen, die Detailplanung für den heutigen Tag.
Momentan sitze ich nach einem angenehmen Flug von Nyaung U am Flughafen Rangon, und warte bis der Bangkok-Air Schalter endlich aufmacht, dass ich meine Reisetasche loswerde.
Zeit für ein Resümee? Ich sehr viel nicht gemacht, das ich machen wollte. Reisen ich viel weniger komfortabel und schwieriger als in Thailand. Als Alternative käme eine geführte Tour in Frage. Mit Auto und Guide. Das wollte ich aber nicht. So besuchte ich Top-Highlights und machte mir einen Eindruck von Land und Leuten. Die sind durchwegs freundlich, haben ein Lächeln für dich und wollen Dir gerne helfen. Als Ausländer wird man manchmal ein wenig zur Kasse gebeten. Meistens bekommt man aber für sein Geld einen guten Gegenwert. Relationen stimmen halt manchmal nicht. Ein ganzer Tag Pferdekutsche kostet 8000 – 10000, die 20´ Fahrt zum Flughafen 5000. dafür habe ich am Flugplatz für eine hot dog ähnliche Rolle nur 600 bezahlt.
Schön wars! Ich bin froh in Myanmar gewesen zu sein. Neugierig bin ich, wie es mir jetzt in Thailand gehen wird. Ich habe viele getroffen, die „nie wieder Thailand" auf ihre Fahnen geschrieben haben. Ob ich auch „verdorben" worden bin?
Bagan 3.Tag
Der Tag begann ganz ruhig. Kein Sunrise Stress, die Welt war in Ordnung. Das Frühstück war international besetzt. 2 Französinnen, 1 Holländer, 1 Deutscher und ein Österreicher. Gesprochen wurde französisch, englisch und deutsch. Teilweise gleichzeitig. Der arme Holländer hatte keinen Gesprächspartner in seiner Muttersprache, dafür sprach er in allen 3 Sprachen, teilweise auch gleichzeitig. Danach hatte ich Bedarf an Ruhe und mietete mir ein Fahrrad. Heißt Fahrrad, ok, hat aber keine Ähnlichkeit mit meinem Fahrrad in der DC.
Eine Königsidee war, mich in ein Einheimischen Lokal zu setzen. Zu Kaffee und Wasser brachten sie mir eine Art Frühlingsrolle und eine Art Krapfen. An 2 Nebentischen wurde Schach gespielt, ich studierte meinen Reiseführer. Erschrocken bemerkte ich, dass ich noch keine Bootsfahrt gemacht hatte. Zum Glück fand ich die Empfehlung, die Meditationshöhlen Kyauku Umin mit dem Boot zu besuchen. Gelesen, gedacht, gemacht: feilschen um den Preis (von 10000 auf 5000) und los ging es. Keuch, keuch zu den Höhlen hinauf. Lohnt sich aber. Die Meditationshöhlen sind über einen unterirdischen Gang erreichbar. Ich bewundere die Mönche, die sich hierher zur Meditation zurückzogen.
Bisher ausgelassen hatte ich auch die Swezigon. Sie hat den glänzendsten Stupa und ist keinen Kilometer von meinem Hotel entfernt. Für mich ist sie ein magischer Ort. Schön zu sitzen, zu schauen und die Kraft auf sich einwirken zu lassen.
Tiefe Zufriedenheit kann ich solchen Momenten empfinden. Da gibt es ein Lied von Reinhardt Mai „What A Happy Man I Am". Jetzt muss ich mir einmal den Text genauer anhören, ob der auf mich auch so gut passt wie der Titel.
Ich kann auch über meine Zufriedenheit mit meiner Entschlusskraft berichten. Ich fliege am Freitag den 13. um 8:25 nach Rangon, und um 14:40 weiter nach Bangkok. Mein nächstes Ziel ist dann (wahrscheinlich) die Insel Ko Chang im Golf von Thailand. Meine Lunge wird die feuchte, staubfreie Luft freudig begrüssen.
Dienstag, 10. Februar 2009
Bagan, Pagoden ohne Ende
Jetzt bin ich schon (fast) ein Experte in Sachen Pagoden. Die gibt es hier in unglaublicher Vielfalt. Die Distanzen zwischen den Bagoden könnte man mit einem Fahrrad zurücklegen, oder man chartert eine Pferdekutsche. Gestern mietete ich eine mit Philipp, einem Deutschen, der in Hongkong lebt. Er ist hier, um eine Fotoreportage zu machen. Wenn ihr Zeit und Lust habt, werft einen Blick auf www.philippengelhorn.com. Wir starteten um 14 Uhr, besuchten 5 Pagoden und waren zum Sonnenuntergang auf der Shwesandaw. Die Gegend hier ist als trockene Ebene bekannt und es staubt wie verrrückt. Zum Glück weht kein Wind. Das heißt aber, dass die Bilder letztlich grau in grau sind. Daher sind die Sonnenauf- und Untergänge nicht so spektakulär wie man es sich wünschen würde.
Heute wollten wir noch einen Versuch in Sachen Sonnenaufgang probieren: 3:45 Tagwache, 4:15 Abfahrt der Kutsche, in totaler Finsternis auf die Myazigon. Da klettert man über total enge, gewinkelte, hohe Sufen von einer Plattform auf die nächste. Ich hatte Glück, dass ich eine Taschenlampe im Rucksack hatte! Sunrise letztlich ein Flop. Natürlich könnte man mit besserer Ausrüstung auch bessere Bilder machen. Man kann aber auch übertreiben: Ein Touri hatte ein Stativ aufgebaut, und bediente mit einem Fernauslöser seine Nikon mit Monsterobjektiv. Philipp, als Berufsfotograf lächelte milde. Heute hatten wir auch Paul mit, einen derzeit arbeitslosen, holländischen Juristen. Um 11 Uhr:30 hatten wir dann genug und führen ins Hotel.
Es folgte ein Duschorgie. Ich ging auf die Post um endlich Postkarten aufzugeben, dann Mittagessen, eine Siesta, eine Massage, Photos auf den PC, Blog vorbereiten.
Jetzt muss ich Gas geben. Für 19 Uhr haben wir uns zum Nachtmahl verabredet, dann Internet und Marsch ins 10$ Bett!
Die Weiterfahrt gehört auch überlegt. Für Freitag hätte ich einen Flug nach BKK.