Mittwoch, 25. Februar 2009
Auf nach Cambodia
Heute waren wir dann wieder auf der Westkueste und wieder hatten wir strichweise Regen. So ein unsicheres Wetter kann einem ja ganz verunsichern. Es schaut wirklich so aus, als waeren alle paar km andere Wetterzonen.
Und heute ist die Entscheidung fuer die Weiterfahrt gefallen. Petzi und ich werden morgen nach Cambodia weiterfahren. Zunaechst fahren wir bis zur Grenze, muessen dann uebernachten und fahren dann nach Sihanukville weiter. Wahrscheinlich treffen wir auch Peter, wenn er sich nicht versteckt.
Eigendlich schade, es war wirklich schoen hier. Auf dieser Insel kann man wirklich viel machen, vorausgesetzt man bleibt nicht im eigen Ressort, egal ob in der Bambushuette fur 250 Baht oder im Luxuskasten. Dann hat man halt nur einen sehr schmalen Blickwinkel und das ware hier wirklich schade.
Lasst den Kopf nicht haengen, weil ich ein so schoenes T-Shirt habe. Schreibt mir halt auch, worauf Ihr stolz seid!
Montag, 23. Februar 2009
Die erste Haube
Zuallererst kann ich sehr freudig berichten, dass meine Erkältung besser wird. Damit kann ich mich auch wieder besser bewegen, ohne sofort erschöpft zu sein.
Heute war ich also in der Kochschule! Das ist eine wunderbare Sache. 6 SchülerInnen, unsere Lehrerin, 1 + 1 AssistentIn. Unmengen Zutaten, kein Salz, kein Pfeffer. Wir haben vielleicht gut gekocht!!! Ich bin neugierig, wie sich das mit meinen Wiener Möglichkeiten vereinbaren lässt. Sei es beim Einkauf als auch bei der Verwendung des Wog. Das ist schon ein Riesenunterschied, ob man die Stellfläche vom Wog auf der Ceran-Fläche erhitzt, oder ob der Wog von richtigen Gasflammen gleichmäßig und unmittelbar auf jede Temperatur gebracht werden kann.
Nachmittags war dann faulenzen und – erstmalig – lesen am Programm.
So irgendwie stellt sich auch die Frage nach der Weiterreise. Die Insel ist aber recht vielseitig. Ich weiß eigentlich nichts, das mich stört, oder woanders wirklich besser ist. Das Besichtigungsprogramm ist ohnehin ab gespult und gut gehen tut es mir auch hier.
Sonntag, 22. Februar 2009
Strandleben
Gut - man kann nichts falsch machen, wenn man zunaechst einmal schwimmen geht. Zahnderln schrubben, Bart abschaben, duschen. Aber jetzt geht es los, das Strandleben. Das beginnt mit ernsthaften Gedanken ueber das Fruehstueck. Beim uebernaechsten Nachbarn ist es besser und preiswerter. Als naechstes sollte das Blog ins Internet gestellt werden. Mittlerweile ist mittag - heute ist ja Strandleben - also gibt es ein Mittagessen am Strand. Gleich nebenan wird massiert. Bei so einer Massage kann man herrlich doesen - am Strand.
Doesend bemerke ich, dass mein Mittagessen eher mickrig war. Also - wenn ich den Strand ganz hinaufgehe (nach Sueden) und dann auf die Strasse, ist es doch zum Deutschen nicht mehr weit. Dort koennte ich mir einen Kornspitz kaufen. Vielleicht mit Kaese?
Ein Maedchen bedient mich. Ich ersuche den Kornspitz aufzuschneiden. Zuerst will sie es mit der Wurstschneidemaschine machen, dann quer, dann in eine linke und rechte Haelfte. Zum Glueck ist auch ein vielleicht 10 jaeriger Bub da, der gibt ihr technische Hilfe. Mit Hilfe eines Computers errechnet sie die Summe aus 30 und 89. Der Spitz ist zaeh, der Kaese trocken. Jetzt noch einen guten Kaffee. Freilich da vorne gibt es einen richtigen Espresso. 50 Baht.
Jetzt aber schnell wieder an den Strand. Ein ganz bequemer Stuhl am Strand fasziniert mich. Herrlich! Warum habe ich mich nicht gleich in so etwas gesetzt? Ist das schoen so ein Strandleben!
Der Gedanke reift, dass so ein Strandtag erst mit einem guten Fisch seinen wuerdigen Abschluss finden kann. Also auf in meine Bleibe, Staub und Schweiss abwaschen und Aufbruch in das Fischlokal.
Dort bespreche ich mit Pezi - einem Oberwarter die Probleme des Lebens, insbesondere des Strandlebens. Wir gebaeren eine Koenigsidee: Morgen pfeifen wir auf das Strandleben, wir machen einen Kockkurs
Bootsausflug
Für heute hatte ich einen ganz stinknormalen Bootsausflug gebucht. Da gibt es zweierlei. 15 Sensationen für 1250 oder 4 Sensationen für 500. Schierer Geiz ließ mich das billigere Angebot annehmen. Also wurde ich nicht mit dem Boot abgeholt, sondern wurde mit einem PickUp zur Abfahrtstelle in den Süden gebracht. Am Oberdeck ergatterte ich eine Liegematratze.
Kaum hatte ich es mir bequem gemacht, ging das Unwetter schon los. Gut 50 Tropfen – zum Glück wirklich kleine – ließen mich am Wetter-Glück zweifeln. Es sah auch wirklich sehr grau aus. Unser Kapitän fuhr voller Gottvertrauen weiter und als bald darauf Schwimmwesten ausgegeben wurden, war das nicht ein Anzeichen für Seenot, sondern hieß fertig machen zum schnorcheln.
Es gibt über 50 kleine und kleinste Inseln, teilweise mit Korallen. Mit Schnorchel und Maske komme ich ohnehin nicht mehr gut zurecht, mit meinem Husten schon gar nicht, also verordnete ich mir interessiertes Zuschauen, abwechselnd mit stinkfaulem Knotzen und blöd schauendem Dösen. Herrlich! Ausflugschiffe sind genug unterwegs! Lustig, wie die Passagiere brav mit ihren Schwimmwesten und Schnocheln rund um die Boote schwimmen. 3 x ankerten wir solcherart, zwischendurch wurde ein Lunch gereicht, später Mais mit Garnelen und Obst und dann legten wir auf Ko Wai an. Inselbesichtigung: 100 m hin und zurück. Ich kaufte mir einen Kaffee (Nescafe wie fast immer). Auch auf der Heimfahrt setzte ich mein Leben als Leistungs - Verweigerer fort. Hurra, ich beginne mich wieder wohler zu fühlen. Morgen werde ich einen Fitness-Test machen. Nein, keinen Baum ausreißen! Ich werde versuchen, wieder aus einer 1,5 l Flasche zu trinken. Ich gebe mir recht gute Chancen.
Ob ich einen Tag Strandleben „packe"? Morgen werde ich es wissen!
Freitag, 20. Februar 2009
Noch immer Ko Chang
Schön langsam behaupte ich, doch einiges von der Insel gesehen zu haben. 3 Tage bin ich herumgedüst. Ist doch ein Straßennetz von über 60 km zu erkunden. Elefantenpfade und Bergwege habe ich gar nicht probiert. Ja, es ist schön hier. Die Strände sind nirgends überlaufen. Hotelterrassen ganz wenige. Insgesamt scheint ein reiferes Publikum vorzuherrschen. Laut Reiseführer soll die Insel insgesamt hochpreisiger vermarktet werden.
So führte ich – befristet – das Leben eines Millionärs. Im Norden gibt es ein Aiyapura Ressort & Spa. Habe ich besucht. Da kannst Du Dir Condominiums in Form von Hauserln oder Villen kaufen, bist mitten in einem riesigen Park mit Restaurants, Hydrotherapie, Fitnesstudio, Beauty- was weiß ich, riesigem Pool mit Bar auf Schwimmebene usw. Personal gibt es zum Abwinken, eine Villa war von Frau mit Tochter benutzt, ein ältliches Paar lag am Pool und sonst niemand! Na, da habe ich mir keine Villa gekauft. Ein klein wenig Ansprache will man ja doch haben!
Husten und Schnupfen habe ich noch immer nicht los. Dabei nehme ich schon 2 verschiedene Husten Mittel, inhaliere Wachtis Thai-Stick und habe mir das berühmte gelbe Öl „naam-man-leuang" von Mae Ang-Ki gekauft. Ok, besser, aber noch nicht gut.
Gestern habe ich mein Zimmer gewechselt. Jetzt logiere ich „seaside". Zum Einstand hatte ich dann recht heftige Wellen bei Flut. Das macht ganz schön Krach! Zum Teufel, bin ich denn nie zufrieden? Wenn ich schon dabei bin: das plärrende Abspielen von Musik ist ein wirkliches Ärgernis!
Für morgen habe ich einen Tagesausflug mit dem Boot gebucht. Ich werde dann erzählen.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Noch immer Ko Chang
Zurückgekommen, ist ein kurzer Pflichttratsch abzuhalten und eine Verabredung zum Fisch Essen zu treffen und dann auch einzuhalten. Ich Idiot vergesse meine Brille! Das Blödeste: Ich war mir nicht sicher habe ich die Brille vergessen oder vielleicht verloren. Ersteres zum Glück. Nur bin ich solcherart halbblind an den Internet Shops vorbeigegangen. Nachmittags, so 16:30 BKK-Time, war gmail übrigens nicht erreichbar!
Der heutige Fisch, wieder ein red Snapper, war wieder ausgezeichnet. Das Lokal mit dem Charme einer Bahnhofshalle verlangt das Doppelte von dem, das ich vorgestern in einem ansehnlichen Restaurant bezahlt habe. Zum Glück muss ich es ja nicht verstehen. Auch die Entscheidung wohin ich wieder gehen werde, fällt mir nicht schwer.
Die Zeit vergeht wie verrückt. Ich mache doch nichts und komme trotzdem weder zum Schwimmen, noch ein wenig zu lesen. Verkühlung ist noch nicht vorbei und ich fühle mich ein bisserl mau.
Heute war ein trüber Tag. Hat mir sicher ein Schutzengerl gerichtet, gestern habe ich ein bisserl zu viel Sonne erwischt. Ich war doch früher nicht so empfindlich?! Ja, früher ........
Montag, 16. Februar 2009
Koh Chang
Zuallererst muss ich richtigstellen: Die Insel heißt natürlich Ko Chang. Peter hat mich auf den Fehler aufmerksam gemacht. Er schreibt auch Koh, also mit „h". Wird auch stimmen. Der „lonly planet" Reisführer – meine Thailand Bibel – schreibt Ko = Insel, ohne „h". Im lokalen Prospekt steht Koh. Probleme genug für einige Tage Strandurlaub.
Ich, in meiner oberflächlichen Art, habe mich vor solchen Betrachtungen gedrückt. Ich bin den Strand bis zur Straße geschlendert, habe auf die Straße gewechselt und machte mich auf die Suche nach einer Fußpflege. Nein, liebe Freunde, ich habe keinen Sonnenstich, auch keinen Demenz-Schub, ich hatte einen ganz gewöhnlichen, birmesischen Stachel in der rechten Fußsohle. Gänzlich ungeeignet zur Selbstbehandlung, man müsste mit der linken Hand operieren und bräuchte 2 zusätzliche Hände zur Stabilisierung. Pediküre wird angeboten, 150 Baht. Damit habe ich helfende Hände im Bereich der Problemzone. Richtig freudig widmete sich die Fachkraft meinem Dorn und entfernte diesen äußerst geschickt. Rest ist Pflichtprogramm. Kurz vor dem Fertigwerden ein verkäuferisches Highlight: angedeutete Fußmassage, jähes anreißen an er Zehe. Sie hat jetzt meine volle Aufmerksamkeit. Sie deutet mit mimisch perfekt gerümpfter Nase auf meine Ferse und sagt vielsagend „foot skin". Ein Übermensch, wer nicht sofort nickt und das dazupassende „yes" sagt. Für diese Behandlung wird man auf den Buch gelegt. Vielleicht, dass man nicht zuschauen kann? Sie arbeiten zu zweit, ambitioniert, mit Kraft. Na, jetzt habe ich vielleicht Fusserln! Viel zu schade um zu gehen.
Gewissenhaft setze ich dann meinen Rundgang fort, testete mixt fruits, sehr gut! Bald darauf, auch eine einladende Terasse, mixt fruit with muesli and yoghurt, schmatz! Soviel Aktivität macht müde, also legte ich mich zur Regeneration in den Sand.
Zum Nachtmahl einen Fisch: red Snapper. Dadurch verpasse ich den Sonnenuntergang. Mieses Timing, guter Fisch. Rückkehr zu meinem Bungalow, Orange Juice, tratschen mit Österreicher und Griechen, Lokalwechsel zum Nachbarlokal. Ich nehme wieder mixt fruit und eine Stunde später falle ich todmüde ins Bett.