Donnerstag, 5. Februar 2009

Tüt tüt – tüt - tüt tüt

45 km Taxi, Flug nach Mandalay, 45 km Taxi. Der erste Taxler war nett
und gebildet, der zweite war auch nett, mit seiner Regierung nicht
einverstanden und hatte einen Tick: tüt tüt – tüt – tüt tüt. Und das
alle 10 Sekunden.

Mandalay ist der spirituelle und geistige Mittelpunkt von Myanmar,
liegt auf dem touristischen Trampelpfad, und ist mir vorerst
unsympathisch. Bei Annäherung an die Stadt wurde die Luft zunehmend
schlechter. Abgase und Staub. Mein Guesthouse ist auch nicht das Gelbe
vom Ei. Mein Zimmer ist im dritten Stock und direkt unter mir läuft
ein Generator.

Das Taxi habe ich mir mit einen interessanten Familie geteilt. Eine
Deutsche, ein Franzose und ein 2,5 Jahre Kind mit französischem Pass.
Sind ein halbes Jahr auf Reisen. 4 Monate liegen schon hinter ihnen.
Was sich die Leute so trauen!

Jetzt werde ich ein klein wenig die Gegend erkunden. Und versuchen mit
der Stadt Freundschaft zu schließen. Wenn mir das nicht schnell
gelingt, haue ich wieder ab.

Jetzt, einen Tag spaeter, bin ich schon wieder happy. Ich will mich
nur schnell melden, bald wieder ausfuerlicher!

Dienstag, 3. Februar 2009

am Inle See



Diesmal biete ich etwas ganz rares: ein Sonnenaufgang von mir fotografiert!

Tatsächlich um 5 Uhr war Tagwache, dann ein gutes Früstück mit schmackhafter Shan-Suppe, Toast mit Ei, Palatschinke mit Marmelade, einer Mango und einer Banane. Adjustiert mit Langarm-Hemd, meinem Flauschi (eine Fleece Weste) und einer Regenschutz-Jacke als Windbraker. Und mir war keineswegs zu warm!

Die Boote sind min. 15 m lang, haben eine Bodenbreite von ca 80 cm, einen Diesel mit einer Kombination von starrer Welle – bis zum Heck und dann eine Art Longtail mit dem gelenkt und der auch aufgehoen werden kann. Die Dinger sind sauschnell und machen keine Wellen.

Unsere Rund fahrt war wirklich interessant. Wir besuchten verschiedene Dörfer, auch Verkaufsaustellungen und das Kloster Nga Pe mit den springenden Katzen. Mittags war dann leider mein Akku – obwohl über Nacht aufgeladen – leer. Mein jap. Kumpel hat mir versprochen, mir Bilder zu schicken. Er ist ein Technik Fan und schleppt eine super Nikon (200) mit Monster Objektiv, eine Sony Filmkamera mit drehbarem Display und einen Nokia Comunikator mit sich herum.

Erwähnenswert ist noch, dass ich hundemüde bin. Werde mich aber doch noch zum Internet schleppen. Vielleicht kann ich unterwegs wechseln, ich habe 3000 Kyat = 3 €.

 

Montag, 2. Februar 2009

Inle See

Schön muss man nicht sein, Glück muss man haben! Ein kurzer Beweis gefällig?

 

Ich habe schon erzählt, dass es um die Stromversorgung in Rangon nicht so gut bestellt ist. Das wird auch ausgezeichnet beherrscht, überall gibt es Generatoren und auch in meinem Hotel speist ein dicker Brummer in die Leitungen ein. Jetzt wird unterschieden, wie wichtig welches Licht ist. In den Zimmern arbeiten nicht die normalen Lampen, sondern eine Notbeleuchtung. So eine ist im Zimmer und auch im Bad. Die im Bad funktioniert nicht. In das Zimmer kommt ein Schimmer von der Gangbeleuchtung, ein Tageslichtschimmer kommt auch durch einen als Plastikscheibe erkennbaren Notausstieg. Im Bad ist es ohne Licht natürlich absolut finster.

 

Sorry, die Erklärung wurde doch recht kompliziert.

 

Daher ganz schnell der angesprochene Beweis: 3 Nächte = 3 x Bad mit Zähne putzen, Rasieren, duschen MIT Licht, Kaum fertig, 3 x KEIN Licht! Ich stelle mir das Suchen der Taschenlampe mit eingeseiften Kopferl recht angenehm vor, wenn es nicht mir passiert!

 

Alles hat geklappt. Das Taxi zum Flugplatz, der Flug, auch der Halsabschneider war vor dem Flughafen. Ich tat mich mit einem Japaner zusammen und gemeinsam bezahlten wir die geforderten 30 $. Ich habe mich auch in dem Hotel eingemietet, dass der Japaner ausgesucht hatte. Schön, aber teuer 12 $ ohne AC, aber direkt am Kanal zum See. Zum Glück konnte ich tauschen, und habe jetzt ein Zimmer nach hinten, das ist leiser.

 

Heute habe ich Kassensturz gemacht. In Myanmar gibt es keine ATM und Kreditkarten werden nicht angenommen,  d.h. Ich muss mit meinem Bargeld auskommen. Also sollte ich sparsamer leben. Der Flug RGN - BKK ist aber schon bezahlt.

 

Hier ist es wieder ganz anders. Ich befinde mich im Shan Bereich. Dieser Volksstamm lebt bevorzugt am und auf dem Wasser. Der Inle-See mit seinen Einbeinruderern kommt in jedem Reiseführer vor. Hauptunterschied zu Rangon: die Menschen sind dunkler und die Strassen sind SAUBER, zusammengekehrt, ein Restaurant hat sogar Blumenkästen .

 

Soeben ist die Sonne hinter den Bergen verschwunden, das war noch keine Sensation. Die kommt morgen: 5:30 wecken und dann mit so einem Knattermax – Boot auf den See.


Ich habe heute schon meinen Flauschi aus der Reisetasche genommen und angezogen. Hoffentlich friere ich nicht in der Nacht! Pst! Liest eh' niemand mit? Ich habe bei EVA eine Decke gestohlen. Was man alles macht um zu ueberleben!

 

Gut, meine Ankündigungen über mangelndes Internet sind nicht ernst zu nehmen. Ruegen werden angenommen!



           

Sonntag, 1. Februar 2009

Circle Line


Waren es gestern Gold und Edelsteine, die dem Tag die Praegung gegeben haben, muss ich heute eher von Schmutz und Abfaellen berichten.


Da gibt es Rangon die Circle Line. Das ist eine Lokalbahn, die rund um Rangon faert. Drei Stunden ist man unterwegs. Ich hatte schon geglaubt, meine Bahnfahrt in BKK ist erwaenenswert. Um als Auslaender diesen Zug benuetzen zu koennen, muss man Namen und Reisepass Nummer angeben und einen US$ bezahlen, Gebt Euch die Bilder! Bemerken muss ich aber, dass zu keinem Moment eine unangenehme Situation entstanden ist, und die Leute alle entspannt und freundlich sind. Auch untereinander.


Anschliessend war ich in einem Markt. Drei Stockwerke Fetzen dann Schuhe, dann Einrichtung und Toepfen und am Dach die „Gastronomie". Ich speiste und schluefte Kaffee.


Gleich daneben ist ein herrlicher Park mit einem See. Ein herrlicher Ort um sich zu entspannen und auszuruhen.


Auch geeignet ein Taxi zu schnappen um ins Hotel zu duesen um dort „mein" eigenes stilles Oertchen gerade noch rechtzeitig zu erreichen.


Im Hotel erwartete mich schon mein Flugticket nach Heho. Außerdem bekam ein Sackerl mit einem Mini Stanly-Messer, 2 Kugelschreibern, ein Billet und ein Notitzbuch, in das mein Freund von gestern, Yar Zar Ko Ko, seine Entschuldigung geschrieben hatte, warum er heute nicht gekommen ist. Richtig: ich machte die Circle Line alleine.


Auf in den Norden, ich freue mich schon!

Samstag, 31. Januar 2009

Gold und Edelsteine

Heute schreibt ein schon routinierter Reisender. So schnell geht es! Natuerlich nur relativ routiniert, aber gegen gestern....

Schlafen ok, ruhig. Beim Fruestueck wird es dann kommunikativ. Ich komme zunaechst mit einem Hollaender ins Gespraech, dann kommt ein Ami aus Seatle, der uns niederschwatzt, dann ein Paerchen, wie sich spaeter herausstellt, Oesterreicher. USA und NL verabschieden sich und dann wird die Unterhalung in deutsch fortgesetzt. GANZ liebe Leute! Markus und Claudia halten den Kontakt mit Freunden natuerlich viel professioneller aufrecht als ich. Ich verrate die Homepage, www.fahrfaraway.com, hoffe aber doch, dass Du mir als Leser erhalten bleibst.

Dann in DIE Sehenswuerdigkeit, die Shwedagon Pagode. Das kann man nicht beschreiben! Ich werde morgen einige Bilder nach Picasa hochladen. Ankor Wat in Kambodscha ist riesig, beeindruckend, aber letztlich Ruinen. Die Swedagon ist aber von Leben erfuellt, in der Sonne golden glaezend. Man geht auf weissem Marmor - barfuss, die Schuhe gibt man beim Eingang ab. Ich war mit meiner kurzen Hose gar nicht passend angezogen. Also bekam ich einen Longhi verpasst.

So aufgewertet, kam ich dann mit drei Burmesen in ein langes Gespraech neben, der groessten Glocke, im Schatten auf kuehlem Marmor sitzend. Interessant und anstrengend. Morgen werden wir mit einer Rund-Bahnlinie Yangon umrunden. Sie wollten mich unbedingt davon abhalten, weil ich so auch nicht so schoene Seiten des Landes sehen werde. Mit Muehe konnte ich dann klarmachen, dass das Land eben viele Seiten hat, auch den grauen Alltag und einfache Verhaeltnisse. Heldenmuetig wollen sie jetzt mitkommen und werden mich um 9 Uhr abholen.

Ich wuensche meinen geneigten Lesern einen schoenen, erfuellten Sonntag.

Myanmar, vormals Burma


Als Ergaenzung zu meinem letzten Blog, willich noch vom gestrigen Tag (30.1.) erzaelen. Ganz einfach so.

Hoffentlich spiegeln meine "Notizen" meine ersten Eindruecke und geben ein besseres Bild als vieleWorte: 

Man steigt aus dem Flugzeug, sieht sich um und sieht ein zweites Flugzeug. Der Shuttle-Bus ist wirklich alt und klapprig. Das Fluhafengebaeude schoen, modern und spiegelblank.

Bei der Pass und Visakontrolle werden zusätzliche Schalter geöffnet. Jeder Schalter ist mit 2 Personen besetzt, die sich die Arbeit teilen. Geht blitzschnell, keine 20 Sekunden, beide Damen  lächeln.

Ein Mann zeigt uns, bei welchem Förderband das Gepäck kommen wird und lächelt freundlich!

Ich nehme den grünen Ausgang, dort wird von mir ein ausgefüllter Vordruck erwartet. Das sind die Momente, da man zu wenig Hände hat. Also Reisetasche abstellen, und in der Bauchtasche nachschauen, was man da noch alles hat. Beim Flugticket ist auch der gesuchte Zettel, aber gefaltet, sieht also ganz anders aus, als das gezeigte Muster. Sagt doch der Mann in Uniform: „here it is" und zeigt auf mein gefaltetes Papier und lächelt.

Plötzlich steht ein Mann vor mir, zeigt mir ein Schild mit Mr. Kroemer, in A4, wahrscheinlich mit Ariel gedruckt und lächelt.

Ich folge ihm zu einem Bus und das ist ein uralter Klapperkasten. Ein zweiter Mann gehört zum Team, der hieft meine 22 kg Reisetsche in den Wagen und lächelt.

Ein Schotte wurde auch abgeholt. Wir werden mit dem Schepper-Fossil über abenteuerliche Straßen in Richtung Hotel gebracht. Unterwegs zeigt uns der Beifahrer die Pagode, den Markt und den Hauptplatz. Einfach so ...

Das Hotel ist freilich anders, als man geglaubt hat. Mein Zimmer im 1. Stock hat Bad/WC, Klima, einen Kühlschrank und TV (2  Programme). Und ist sauber! Ich habe einen hochglänzenden, beigen Steinboden, 2 Betten und KEIN Fenster.

 Ich wechsle Geld bei der Rezeption. Dollar gegen Kyats. 1$ = 1000 Kyats (vereinfacht). Für 50$ bekomme ich also 52 Scheine.

 Die Erkundungstour kann beginnen: Vom Portier hatte ich eine Karte und eine Visitkarte vom Hotel, ging also dem Rechtsdrall folgend den Gehsteig entlang. Die Gehsteige sind gefährlich. Richtige Löcher, hohe Gesteigkanten. Mein ersten Einkauf mit Kyat. Erdnüsse, nicht geröstet sondern nass. 500 Kyat. 600 für Wasser, später 4 Bananen, 300 Kyat. Eintritt in die Suha-Pagode 2$, Fotogebühr 2$ habe ich nicht bezahlt, also auch nicht fotografiert. Um 100 Kyat habe ich mir eine Mandarine geleistet.

Jetzt begann es schon dämmrig zu werden. Ich war mir nicht sicher, ob ich bei Dunkelheit die Gehsteige heil in Hotel komme, also nahm ich mir ein Fahradtaxi. Sieht aus wie eine Beiwagenmaschine. Der Fahrer will einen Dollar. Der Sitz ist für meinen Hintern zu schmal. So einen fetten habe ich doch gar nicht! Die Fahrt klappt. Der von mir bezahlte Fuhrlohn erheitert meinen Rezeptionisten.

Einer bettelnden Frau mit Kind schenke ich 100 und 2 Bananen.

Gleich daneben das Internet Cafe. Na, habe ich schon erzählt. Kein Blogger, kein Yahoo. Skype läßt sich anwerfen, aber keine Messages übermitteln. Verbindung recht langsam, aber 1a Hardware.

 Zu bezahlen 400 Kyat. Habe nur 1000. Bekomme 500 und einen Nescafe-Beutel, weit kein 100er greifbar. Entsprechendes Hollo mit 4 jungen Burschen.

Dann sehe ich noch einen Kühlschrank mit Wasser. Also kaufe ich 2 Flaschen, macht 600. ich bezahle 500und gebe einen Nescafe-Beutel. Wieder Hollo und schieres Abhauen.

Zum Speisen beehre ich ein Restaurant mit Tischen auf den Straße. Süß-saure Soße mit Prawns. 4000, Reis 600, Wasser 400 in Summe also 5000. Schmeckte mir wirklich ausgezeichnet.

Mitten im Essen geht das Licht aus. Auf der Straße, im Lokal, überall. Binnen einer Minute laufen die Generatoren an. Mein Lokal hat einen kräftigen Diesel, gleich nebenan ein mobiles Gerät, auch so kleine Hondas usw. Lärmt + stinkt!  Straßenbeleuchtung gibt es natürlich auch keine.

Den Hunger auf Süßes stille ich mit Schoko-Keksen aus dem Geschäft nebenan.

Jetzt tippe ich in meinem Zimmer diesen Blog. Ich habe 4 Steckdosen! In Bangkok hatte ich meinem Zimmer nur eine.


Große Freude, ein phantastischer Tag.

 

 

 

 

Freitag, 30. Januar 2009

Yangon oder eine andere Welt

Da fliegt man von Bangkok mit der "boutique-airline" Bangkok Airlines eine Stunde und 20 Minuten und ist in einer total anderen Welt.

Natuerlich haben wir alle Bilder gesehen und Beschreibungen gelesen, haben genickt und "ja, verstehe" gesagt. Ich bin da gar keine Ausnahme. Wenn z.B. Brigitte in der Saune von der Armut in Indien erzaelt hat ...

Gleich meinem Hotel - das ueber Internet bestellen konnte - gibt es ein Internet-Cafe. Schoene 19 Zoll Flachbildschirme. Ich sitze an einem runden Tisch, auf dem 5 Stationen installiert sind. Allerdings stinkt es fuerchterlich nach Diesel, denn auf der Strasse stehen ueberall Dieselgenerationen herum, die Strom erzeugen sollen.

Und, meine Freunde, Blogger kann ich nicht aufmachen access denied. Ich versuche mittels Mail zu bloggen. Deshalb meine Bitte: ich kann nicht kontrollieren ob es klappt. Bitte um eine kurze Mail an meine normale helwien@gmail.com. Der Gedanke ins Nichts zu schreiben, ist nicht wirklioch lustig.

Morgen will ich dann gerne gerne versuchen auch wieder Bilder ins Internet zu stellen.

Ganz schnell noch: ich logiere im Ocean Pearl Inn (www. oceanpearlinn.com), fuer $ 10 pro Nacht, ein schoenes Zimmer mit eigenem Bad/WC, AC (aircondition), leicht muffig - hat halt kein Fenster!