Samstag, 7. Februar 2009

beneidet mich ruhig

Ich bin mit einem Motorrad - als Sozius - in der naeheren Umgebung von Mandalay gewesen das war natuerlich wirklich interessant! Mittags hatte ich ein original birmesischen Mittagsessen. Das kann man sich gar nicht vorstellen.

Mein Fahrer setzte mich beim Lokal ab. Mitten am Land. Ein Schwein wurde an der Leine vorbeigefuert, dann kam ein Ochsenwagen.

Kaum sass ich, wurde mir wortlos eine Schuessel Reis auf den Tisch gestellt. Mein Wunsch nach Wasser wurde mit einem Nicken bestaetigt. Wortlos. Das Wasser kam. Ich wollte schon nach der Speisekarte fragen, da wurden mir Schuesserln auf den Tisch gestellt. Und noch welche. Und noch welche. In meiner Ratlosigkeit was zu tun sei, ging ich an den Nebentisch um zu spionieren. Also, es ist so, dass man sich aus den Schuiesserl etwas auf den Teller mit Reis gibt. In den vielen Schuesserln sind aber ganz verschiedene Sachen. haupsaechlich Gemuesiges. Fleich wird hier sehr billiges verarbeitet. Sehr wohlschmeckend, aber wenn man weiss ... Insgesamt ein wunderbares Mahl!

Ja, dann haben wir noch drei Koenigsstaedte im Nahbereich besucht. Auch die beruehmte U Bein Bridge, dier laengste Holzbruecke. Mit Sonnenuntergang!

Jetzt bin ich einem besseren Internetladen. Mit einem sehr tuechtigen jungen Mann, der mir sogar den Bloigger aufmachen konnte. Ich schreibe jetzt auch im Blogger - zum zweiten mal - weil meine Verbindung ploeztlich unterbrochen war!

Fuer morgen habe ich mir selbst ein richtig dickes Ei gelegt! Ich fahre um 5 Uhr morgens (!!!) mit den Slow Boat - das ist sozusagen ein oeffentliches Verkehrsmittel - nach Bagan.

Jetzt ist es 10 Uhr, ich bin seit 6:30 auf den Beinen, habe eine kurze Nacht vor mir, also habt ihr gar keinen Grund mich zu beneiden!?

Freitag, 6. Februar 2009

Euch geht es vielleicht gut!

Ganz gegen meinen ersten Eindruck bin ich noch immer in Mandalay. Ich
habe mit der Stadt inzwischen Freundschaft geschlossen. Das Hupen, die
Generatoren und den Staub finde ich aber noch immer furchtbar.

Ich bin jetzt mit einer Trishaw zum View Point gefahren. Ja, das ist
schön! Ich erreichte, daß das wahnsinnige Musik-Geplärre abgestellt
wurde. Kaffee gibt es keinen, aber mein gutes klares Wasser ist
überall wohlfeil erhältlich.

Der Ayeyarwady ( so heißt der Fluß) hat hier flache sandige Ufer.
Heute habe ich schon einen Ausflug nach Mingun gemacht. Da fährt man
1,5 Stunden mit dem Boot stromaufwärts. Die Fahrrinne ist scheinbar
gar nicht so leicht zu finden. Keine Betonnung, einmal ganz links,
dann rechts. Dort hätte die größte Pagode entstehen sollen, wurde aber
nie fertiggestellt und Erdbeben zerstörten einiges. Man spricht jetzt
vom größten Ziegenhaufen. Ich bin auch brav hinauf gekeucht. Was macht
man nicht alles für den Überblick.

Gestern bin ich aus demselben Grund auf den Mandalay Hill hinauf. Soll
so ein wunderbarer Rundblick – samt Sunset sein. Naja, fast 1000
Stufen!!! Leider ist es hier so dunstig, dass es mit der Fernsicht
nicht weit her ist.

Im Palastgelände, das ich auch gestern besuchte, steht ein
Aussichtsturm. Auch da bin ich hinauf! Könnt Ihr jetzt verstehen,
warum ich schreibe, dass es Euch gut geht?

Mein Zimmer habe ich gewechselt. Es ist etwas besser geworden, ist
aber noch immer unglaublich. In der Donaucity kämpfen Mieter – allen
voran die rührige Heidi – hallo Heidi! - für einen Lärmschutz. Hätte
ich es nur so ruhig, wie in der lautesten Wohnung zur lautesten Zeit.
Ist natürlich mein Fehler! Die Familie, mit der ich mir das Taxi vom
Flughafen geteilt hatte, ist weitergefahren und hat ein gutes Zimmer
gefunden, das auch nicht viel teurer ist.

So, jetzt versuche ich einen vernünftigen Internet Zugang zu finden.
Das Hochladen zu Picasa ist sehr, sehr langsam und mühsam. Sollte ich
vielleicht umorganisieren? Hat wer eine Idee?

Das Hochladen von Bildern kann ich hier vergessen .... schon ein Text
dauert ewig!

Donnerstag, 5. Februar 2009

Tüt tüt – tüt - tüt tüt

45 km Taxi, Flug nach Mandalay, 45 km Taxi. Der erste Taxler war nett
und gebildet, der zweite war auch nett, mit seiner Regierung nicht
einverstanden und hatte einen Tick: tüt tüt – tüt – tüt tüt. Und das
alle 10 Sekunden.

Mandalay ist der spirituelle und geistige Mittelpunkt von Myanmar,
liegt auf dem touristischen Trampelpfad, und ist mir vorerst
unsympathisch. Bei Annäherung an die Stadt wurde die Luft zunehmend
schlechter. Abgase und Staub. Mein Guesthouse ist auch nicht das Gelbe
vom Ei. Mein Zimmer ist im dritten Stock und direkt unter mir läuft
ein Generator.

Das Taxi habe ich mir mit einen interessanten Familie geteilt. Eine
Deutsche, ein Franzose und ein 2,5 Jahre Kind mit französischem Pass.
Sind ein halbes Jahr auf Reisen. 4 Monate liegen schon hinter ihnen.
Was sich die Leute so trauen!

Jetzt werde ich ein klein wenig die Gegend erkunden. Und versuchen mit
der Stadt Freundschaft zu schließen. Wenn mir das nicht schnell
gelingt, haue ich wieder ab.

Jetzt, einen Tag spaeter, bin ich schon wieder happy. Ich will mich
nur schnell melden, bald wieder ausfuerlicher!

Dienstag, 3. Februar 2009

am Inle See



Diesmal biete ich etwas ganz rares: ein Sonnenaufgang von mir fotografiert!

Tatsächlich um 5 Uhr war Tagwache, dann ein gutes Früstück mit schmackhafter Shan-Suppe, Toast mit Ei, Palatschinke mit Marmelade, einer Mango und einer Banane. Adjustiert mit Langarm-Hemd, meinem Flauschi (eine Fleece Weste) und einer Regenschutz-Jacke als Windbraker. Und mir war keineswegs zu warm!

Die Boote sind min. 15 m lang, haben eine Bodenbreite von ca 80 cm, einen Diesel mit einer Kombination von starrer Welle – bis zum Heck und dann eine Art Longtail mit dem gelenkt und der auch aufgehoen werden kann. Die Dinger sind sauschnell und machen keine Wellen.

Unsere Rund fahrt war wirklich interessant. Wir besuchten verschiedene Dörfer, auch Verkaufsaustellungen und das Kloster Nga Pe mit den springenden Katzen. Mittags war dann leider mein Akku – obwohl über Nacht aufgeladen – leer. Mein jap. Kumpel hat mir versprochen, mir Bilder zu schicken. Er ist ein Technik Fan und schleppt eine super Nikon (200) mit Monster Objektiv, eine Sony Filmkamera mit drehbarem Display und einen Nokia Comunikator mit sich herum.

Erwähnenswert ist noch, dass ich hundemüde bin. Werde mich aber doch noch zum Internet schleppen. Vielleicht kann ich unterwegs wechseln, ich habe 3000 Kyat = 3 €.

 

Montag, 2. Februar 2009

Inle See

Schön muss man nicht sein, Glück muss man haben! Ein kurzer Beweis gefällig?

 

Ich habe schon erzählt, dass es um die Stromversorgung in Rangon nicht so gut bestellt ist. Das wird auch ausgezeichnet beherrscht, überall gibt es Generatoren und auch in meinem Hotel speist ein dicker Brummer in die Leitungen ein. Jetzt wird unterschieden, wie wichtig welches Licht ist. In den Zimmern arbeiten nicht die normalen Lampen, sondern eine Notbeleuchtung. So eine ist im Zimmer und auch im Bad. Die im Bad funktioniert nicht. In das Zimmer kommt ein Schimmer von der Gangbeleuchtung, ein Tageslichtschimmer kommt auch durch einen als Plastikscheibe erkennbaren Notausstieg. Im Bad ist es ohne Licht natürlich absolut finster.

 

Sorry, die Erklärung wurde doch recht kompliziert.

 

Daher ganz schnell der angesprochene Beweis: 3 Nächte = 3 x Bad mit Zähne putzen, Rasieren, duschen MIT Licht, Kaum fertig, 3 x KEIN Licht! Ich stelle mir das Suchen der Taschenlampe mit eingeseiften Kopferl recht angenehm vor, wenn es nicht mir passiert!

 

Alles hat geklappt. Das Taxi zum Flugplatz, der Flug, auch der Halsabschneider war vor dem Flughafen. Ich tat mich mit einem Japaner zusammen und gemeinsam bezahlten wir die geforderten 30 $. Ich habe mich auch in dem Hotel eingemietet, dass der Japaner ausgesucht hatte. Schön, aber teuer 12 $ ohne AC, aber direkt am Kanal zum See. Zum Glück konnte ich tauschen, und habe jetzt ein Zimmer nach hinten, das ist leiser.

 

Heute habe ich Kassensturz gemacht. In Myanmar gibt es keine ATM und Kreditkarten werden nicht angenommen,  d.h. Ich muss mit meinem Bargeld auskommen. Also sollte ich sparsamer leben. Der Flug RGN - BKK ist aber schon bezahlt.

 

Hier ist es wieder ganz anders. Ich befinde mich im Shan Bereich. Dieser Volksstamm lebt bevorzugt am und auf dem Wasser. Der Inle-See mit seinen Einbeinruderern kommt in jedem Reiseführer vor. Hauptunterschied zu Rangon: die Menschen sind dunkler und die Strassen sind SAUBER, zusammengekehrt, ein Restaurant hat sogar Blumenkästen .

 

Soeben ist die Sonne hinter den Bergen verschwunden, das war noch keine Sensation. Die kommt morgen: 5:30 wecken und dann mit so einem Knattermax – Boot auf den See.


Ich habe heute schon meinen Flauschi aus der Reisetasche genommen und angezogen. Hoffentlich friere ich nicht in der Nacht! Pst! Liest eh' niemand mit? Ich habe bei EVA eine Decke gestohlen. Was man alles macht um zu ueberleben!

 

Gut, meine Ankündigungen über mangelndes Internet sind nicht ernst zu nehmen. Ruegen werden angenommen!



           

Sonntag, 1. Februar 2009

Circle Line


Waren es gestern Gold und Edelsteine, die dem Tag die Praegung gegeben haben, muss ich heute eher von Schmutz und Abfaellen berichten.


Da gibt es Rangon die Circle Line. Das ist eine Lokalbahn, die rund um Rangon faert. Drei Stunden ist man unterwegs. Ich hatte schon geglaubt, meine Bahnfahrt in BKK ist erwaenenswert. Um als Auslaender diesen Zug benuetzen zu koennen, muss man Namen und Reisepass Nummer angeben und einen US$ bezahlen, Gebt Euch die Bilder! Bemerken muss ich aber, dass zu keinem Moment eine unangenehme Situation entstanden ist, und die Leute alle entspannt und freundlich sind. Auch untereinander.


Anschliessend war ich in einem Markt. Drei Stockwerke Fetzen dann Schuhe, dann Einrichtung und Toepfen und am Dach die „Gastronomie". Ich speiste und schluefte Kaffee.


Gleich daneben ist ein herrlicher Park mit einem See. Ein herrlicher Ort um sich zu entspannen und auszuruhen.


Auch geeignet ein Taxi zu schnappen um ins Hotel zu duesen um dort „mein" eigenes stilles Oertchen gerade noch rechtzeitig zu erreichen.


Im Hotel erwartete mich schon mein Flugticket nach Heho. Außerdem bekam ein Sackerl mit einem Mini Stanly-Messer, 2 Kugelschreibern, ein Billet und ein Notitzbuch, in das mein Freund von gestern, Yar Zar Ko Ko, seine Entschuldigung geschrieben hatte, warum er heute nicht gekommen ist. Richtig: ich machte die Circle Line alleine.


Auf in den Norden, ich freue mich schon!

Samstag, 31. Januar 2009

Gold und Edelsteine

Heute schreibt ein schon routinierter Reisender. So schnell geht es! Natuerlich nur relativ routiniert, aber gegen gestern....

Schlafen ok, ruhig. Beim Fruestueck wird es dann kommunikativ. Ich komme zunaechst mit einem Hollaender ins Gespraech, dann kommt ein Ami aus Seatle, der uns niederschwatzt, dann ein Paerchen, wie sich spaeter herausstellt, Oesterreicher. USA und NL verabschieden sich und dann wird die Unterhalung in deutsch fortgesetzt. GANZ liebe Leute! Markus und Claudia halten den Kontakt mit Freunden natuerlich viel professioneller aufrecht als ich. Ich verrate die Homepage, www.fahrfaraway.com, hoffe aber doch, dass Du mir als Leser erhalten bleibst.

Dann in DIE Sehenswuerdigkeit, die Shwedagon Pagode. Das kann man nicht beschreiben! Ich werde morgen einige Bilder nach Picasa hochladen. Ankor Wat in Kambodscha ist riesig, beeindruckend, aber letztlich Ruinen. Die Swedagon ist aber von Leben erfuellt, in der Sonne golden glaezend. Man geht auf weissem Marmor - barfuss, die Schuhe gibt man beim Eingang ab. Ich war mit meiner kurzen Hose gar nicht passend angezogen. Also bekam ich einen Longhi verpasst.

So aufgewertet, kam ich dann mit drei Burmesen in ein langes Gespraech neben, der groessten Glocke, im Schatten auf kuehlem Marmor sitzend. Interessant und anstrengend. Morgen werden wir mit einer Rund-Bahnlinie Yangon umrunden. Sie wollten mich unbedingt davon abhalten, weil ich so auch nicht so schoene Seiten des Landes sehen werde. Mit Muehe konnte ich dann klarmachen, dass das Land eben viele Seiten hat, auch den grauen Alltag und einfache Verhaeltnisse. Heldenmuetig wollen sie jetzt mitkommen und werden mich um 9 Uhr abholen.

Ich wuensche meinen geneigten Lesern einen schoenen, erfuellten Sonntag.