Donnerstag, 5. März 2009

Noch immer Sihanoukville


 

Eigentlich bin ich nach Sihanoukville gekommen, um Peter zu treffen. Das hat überhaupt nicht geklappt und ist auch schade.

 

Zum Glück gefällt es mir hier ausnehmend gut, die Menschen rundherum sind freundlich und nett, schon kleine Kinder winken begeistert. Mit Petzi verstehe ich mich ausgezeichnet. Morgen, zu seinem 43. Geburtstag werden wir einen Bootsausflug machen.

 

Heute waren wir – wieder mit Bikes - im Nationalpark. Ein riesen Gebiet, mit Flußlandschaften, Mangroven, traumhaften Stränden und Inseln. Zur Entspannung legten wir uns dann in Hängematten, Petzi mit einer Cola, ich war viel braver und bekam eine Kokosnuss.

 

Zum Nachtmahl waren wir wieder am Victoria Hill und beäugten aus sicherer Entfernung die Bar – Szene. Ganz schön interessant zu reisen.

 

Und anstrengend! Um 11 liege ich im Betterl und schlafe herrlich bis 7 Uhr. Dann folgen folgenschwere 30 Minuten: nachdenken über das Frühstück und den ganzen Tag.

 

Apropos Frühstück: momentan bevorzuge ich „Hash brown". Kennt Ihr ja sicher alle, brauche ich also nicht kommentieren. Meine Lieblingsköchin ist eine Vietnamesin. Ich habe ihr schon ein paar Geheimnisse entlockt!

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 3. März 2009

in Sihanoukville

 

Alles, was ich bisher über Strände, gehört, oder gar gesehen habe, wird von Sihanoukville in den Schatten gestellt. Da gibt es den Victory-, Independence-, Sokha-, Serendipidy-, Ochheuteal- und Otres-Beach. Ok, Du sagst das sind halt Namen. Aber ich sage Euch, jeder einzelne Strand ist absolut sehenswert. Weißer Sand, viele, viele Kilometer lang. Du kannst Liege an Liege sein, jede Minute einen Cocktail kriegen, Lobster und Fruchtsalat und Tintenfische und Maniküre und Pediküre und Massage und Enthaarung usw. usw. gleichzeitig angeboten bekommen, Aquascooter fahren, Dich auf einer Banane ziehen lassen,tratschen, essen, Musik hören, Mädchen anschauen, auch Hasch rauchen, oder, weiß der Teufel, Du wollen könntest.

 

Oder Du suchst dir ein Stück Strand aus, wo Du 1000 m für Dich alleine hast. Mit einem (Motor) Bike, das man – anders als im neuesten Reiseführer beschrieben – problemlos um 4 -8 $ für 24 Stunden mieten kann, hat man das ideale Verkehrsmittel. Wenn man den Verkehr überlebt. Rote Ampeln werden überfahren. Man fährt rechts, es sei denn man will links fahren. Der Stärkere fährt immer. Die Fahrräder sind angenehm. Die gibt es so gut wie gar nicht.

 

Ich habe schon die zweiten 24 Stunden Bike hinter mir. Die ersten absolvierten wir zu dritt, mit 3 Bikes. Von Petzi habe ich schon erzählt. Wir fuhren gemeinsam von Ko Chang ab. In Koh Kong lernten wir dann – stimmungsvoll bei einem Straßenstandl – die, wie wir am Stohhalm die Kokusnuss aussaugende Berlinerin, Judith kennen. So gemeinsames Saugen ist  ein sehr verbindendes Erlebnis. So freuten wir uns dann ehrlich, als wir uns bei einem Busstop wieder sahen. Das nächste – zufällige – Wiedersehen gab es dann am Strand. Und dann verabredeten wir uns zum Nachtmahl und für den nächsten Tag zum Bike-Ausflug.

 

Judith übernahm sofort die führende Rolle und wir erfuhren den Mountain mit dem Wat Chotynieng. Später übernahm ich dann die verbindende Rolle bei der Wundversorgung. Sie hatte einen nicht uninteressanten Versuch mit einem Werbeschild unternommen, der zum Glück sehr glimpflich ausging.

 

Da kam auch wieder mein „Maus-Bade-Set", Alkohol und Wattebauscherln sehr gut zum Einsatz. Betaisadonna-Tupfer gehören DOCH in die Reiseapotheke. Habe ich die Maus Geschichte schon erzählt?

 

Heute ist sie weitergefahren. Ankor Wat ruft. Können wir sehr gut verstehen. Petzi war – wie ich  - letztes Jahr dort. Schade, wir waren ein gutes Team geworden!

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 28. Februar 2009

einen tollen Schiurlaub

ganz liebe Leser meines Blogs machen Schiurlaub! Richtig: mit kalten Fingern, einer roten Nase, Schnee und Sonne!

Macht es gut - habt eine herrliche Zeit und bleibt bitte unverletzt!

Schoenen Urlaub und Schi-Heil! (darf man das noch sagen?)

Freitag, 27. Februar 2009

in Sihanoukville


 

Das ist ja schnell gegangen. Zuerst konnte und wollte ich mich nicht entscheiden die schöne Insel zu verlassen, dann hat Pezi gemeint, er fährt mit mir. Das war dann ein guter Anlass, das Reisebürostandel aufzusuchen und kurz entschlossen die Reise zu buchen. 1250 Baht, incl. Fähre, Hotel und Bus. Das Hotel muss ich erklären. Man fährt mit einem Minibus (nach guter thailändischer Tradition waren es dann 4 verschiedene) bis zur kambodischen Grenze und reist ganz normal aus. Zu Fuß geht man auf die andere Seite, und wird sofort von einem Schwarm dienstbeflissener Taxler, Biker, Ausfüllhelfer und Schlepper für Hotels, nicht zu vergessen die Mädchenanbieter umringt und alle reden auf Dich ein. Wenn Du nicht aufpasst, hast Du in Rekordzeit wahrscheinlich gar nichts mehr.

 

Wir haben die Vordrucke brav selbst ausgefüllt, bezahlten auch unser Visum – ok in Baht – da verdient der Aussteller mehr. Dann hatten wir das Problem, dass uns die Reisebüro-Lady erzählt hatte, das Hotel ist 350 m hinter der Grenze. Alle Chauffeure erzählten uns von 11 km, wir müssten nach Koh Kong. Stimmte auch, und wir wurden zu einer miesen Bude gebracht, mit herrlicher Terrasse mit Blick auf den Fluss. Was soll´s eine Nacht ...

 

Heute ging es weiter, und wir quartieren uns in einem recht respektablen Haus ein. Sauber, freundliche Leute und eine richtige Dusche mit Waschbecken. 300 m bis zum Strand. Und da tut sich etwas! Garnelen und Obst habe ich mir schon gekauft, für morgen habe ich meine Füsse versprochen. Die thailaenische Pedikuere hat keine Gnade vor den kritischen Augen der cambodischen Fachfrauen gefunden. Komisch, mit meinen selbstgemachten Fingern war sie einverstanden.

 

Herrliches duschen, gutes Essen, angenehmes Tischthema mit einer zu uns gestossenen berliner Chemikerin. Morgen wollen wir 3 Bikes nehmen. Dass die jungen Leute so unvernuenftig sind. Ts ts ts.  

 

 

Mittwoch, 25. Februar 2009

Auf nach Cambodia

Und schon wieder sind 24 Stunden biken hinter mir. Diesmal war ich mit Petzi unterwegs. Wir waren beide überrascht, was es noch alles zu entdecken gibt. Mangroven, Buchten und Anlagen am Ende der Welt, abenteuerliche Wege und REGEN! Ja, gestern sind wir zunaechst bei schoenem Wetter den ganzen Tag unterwegs. Im nach Hause fahren beginnen ein paar Tropfen zu fallen. Jeder kennt es, die Ueberlegung warten/fahren. Wir fahren, bis wir nichts mehr sehen, vor lauter Regen und stellen uns dann pudelnass unter. Bald ist es vorbei und wir fahren bei leichtem Regen weiter. Kaum runden wir die Nordspitze, ist die Strasse staubtrocken und man kann sich gar nicht vorstellen, dass es anderes ist. Ich kaufe mir zum Nachtmahlessen ein neues, trockenes T-Shirt. Ich erzaehle es trotzdem, obwohl ich weiss, dass Euch alle der Neid zerfressen wird. Ich bin jetzt stolzer Besitzer eines schwarzen Koh Chang Shirts, das wunderschoene, mit dem Elefanten vorne und hinten.

Heute waren wir dann wieder auf der Westkueste und wieder hatten wir strichweise Regen. So ein unsicheres Wetter kann einem ja ganz verunsichern. Es schaut wirklich so aus, als waeren alle paar km andere Wetterzonen.

Und heute ist die Entscheidung fuer die Weiterfahrt gefallen. Petzi und ich werden morgen nach Cambodia weiterfahren. Zunaechst fahren wir bis zur Grenze, muessen dann uebernachten und fahren dann nach Sihanukville weiter. Wahrscheinlich treffen wir auch Peter, wenn er sich nicht versteckt.

Eigendlich schade, es war wirklich schoen hier. Auf dieser Insel kann man wirklich viel machen, vorausgesetzt man bleibt nicht im eigen Ressort, egal ob in der Bambushuette fur 250 Baht oder im Luxuskasten. Dann hat man halt nur einen sehr schmalen Blickwinkel und das ware hier wirklich schade.

Lasst den Kopf nicht haengen, weil ich ein so schoenes T-Shirt habe. Schreibt mir halt auch, worauf Ihr stolz seid!

Montag, 23. Februar 2009

Die erste Haube


 

Zuallererst kann ich sehr freudig berichten, dass meine Erkältung besser wird. Damit kann ich mich auch wieder besser bewegen, ohne sofort erschöpft zu sein.

 

Heute war ich also in der Kochschule! Das ist eine wunderbare Sache. 6 SchülerInnen, unsere Lehrerin, 1 + 1 AssistentIn. Unmengen Zutaten, kein Salz, kein Pfeffer. Wir haben vielleicht gut gekocht!!! Ich bin neugierig, wie sich das mit meinen Wiener Möglichkeiten vereinbaren lässt. Sei es beim Einkauf als auch bei der Verwendung des Wog. Das ist schon ein Riesenunterschied, ob man die Stellfläche vom Wog auf der Ceran-Fläche erhitzt, oder ob der Wog von richtigen Gasflammen gleichmäßig und unmittelbar auf jede Temperatur gebracht werden kann.

 

Nachmittags war dann faulenzen und – erstmalig – lesen am Programm.

 

So irgendwie stellt sich auch die Frage nach der Weiterreise. Die Insel ist aber recht vielseitig. Ich weiß eigentlich nichts, das mich stört, oder woanders wirklich besser ist. Das Besichtigungsprogramm ist ohnehin ab gespult und gut gehen tut es mir auch hier.

Sonntag, 22. Februar 2009

Strandleben

"Man ist am Strand und macht einfach nichts" - so die graue Theorie.

Gut - man kann nichts falsch machen, wenn man zunaechst einmal schwimmen geht. Zahnderln schrubben, Bart abschaben, duschen. Aber jetzt geht es los, das Strandleben. Das beginnt mit ernsthaften Gedanken ueber das Fruehstueck. Beim uebernaechsten Nachbarn ist es besser und preiswerter. Als naechstes sollte das Blog ins Internet gestellt werden. Mittlerweile ist mittag - heute ist ja Strandleben - also gibt es ein Mittagessen am Strand. Gleich nebenan wird massiert. Bei so einer Massage kann man herrlich doesen - am Strand.

Doesend bemerke ich, dass mein Mittagessen eher mickrig war. Also - wenn ich den Strand ganz hinaufgehe (nach Sueden) und dann auf die Strasse, ist es doch zum Deutschen nicht mehr weit. Dort koennte ich mir einen Kornspitz kaufen. Vielleicht mit Kaese?

Ein Maedchen bedient mich. Ich ersuche den Kornspitz aufzuschneiden. Zuerst will sie es mit der Wurstschneidemaschine machen, dann quer, dann in eine linke und rechte Haelfte. Zum Glueck ist auch ein vielleicht 10 jaeriger Bub da, der gibt ihr technische Hilfe. Mit Hilfe eines Computers errechnet sie die Summe aus 30 und 89. Der Spitz ist zaeh, der Kaese trocken. Jetzt noch einen guten Kaffee. Freilich da vorne gibt es einen richtigen Espresso. 50 Baht.

Jetzt aber schnell wieder an den Strand. Ein ganz bequemer Stuhl am Strand fasziniert mich. Herrlich! Warum habe ich mich nicht gleich in so etwas gesetzt? Ist das schoen so ein Strandleben!

Der Gedanke reift, dass so ein Strandtag erst mit einem guten Fisch seinen wuerdigen Abschluss finden kann. Also auf in meine Bleibe, Staub und Schweiss abwaschen und Aufbruch in das Fischlokal.

Dort bespreche ich mit Pezi - einem Oberwarter die Probleme des Lebens, insbesondere des Strandlebens. Wir gebaeren eine Koenigsidee: Morgen pfeifen wir auf das Strandleben, wir machen einen Kockkurs