Freitag, 23. Januar 2009

Geschafft: Wat Phra und Grand Palast besichtigt

Das kannte ich ja schon. Beim zweiten Anlauf klappt alles. Ich hatte sogar den Eindruck, dass mein Geld freudig angenommen wurde. Um diese günstige Konstellation auszunutzen wollte ich mir gleich einen elektronischen Tour Guide mieten. Reisepass oder Kreditkarte erforderlich! Sch.....! Personalausweis + Bankomat Karte zählen NULL! Mit Dollar war die Lady weichzukriegen. 300 wechseln den Besitzer und ich habe meinen Guide.

Eine feine Sache! Fast ist man mehr beschäftigt, die besprochen Punkte und die Route dorthin zu finden, als sich den Text anzuhören und zu behalten. Zum Teufel haben die Namen! Und so viele Könige hätten sie auch nicht haben sollen, das ist nicht zu merken. Zum Glück kann man das Gerät zurückgeben, ohne eine Prüfung abzulegen. Ich hätte sicher nicht bestanden. Meine Dollar bekam ich, ein bezauberndes Lächeln war reizende Draufgabe. Also gut, ich schleppe mich noch zur Waffenkammer, zur Ausstellung. Der schönste Platz war dann zwischen zwei Säulen, im Schatten, mit ausgestreckten Beinen.

Ansonsten? Frühstück kontinental, Früchtejoghurt, 2 x Ananas, Mango, Bananen, die guten kleinen, ein Duzend und Curry mit Reis.

Das schönste des Tages war freilich nach der Rückkehr eine Stunde ausgestreckt am Bett – nicht über das Erlebte meditieren – die Augen schonen!

Donnerstag, 22. Januar 2009

Hundemüde in Bangkok

Von zwei Tagen Besichtigungsprogramm kann ich berichten:

gestern Wat Aurum und ca 5 km Floh- und Amulettmarkt
heute vergeblicher Versuch Wat Phra und twice Palast, Lak Meuang, Wat Po, Chinatown, MBK-Center

Höre ich da ein Raunen und Lästern? Das sei doch ein Programm für einen halben Tag? Richtig – und sehr gut so- Meine Nordkap-Reise war eine straff organisierte Gruppenreise. Um spätestens 7 Uhr war Treffpunkt und dann ging es los. So sieht man in kürzester Zeit die Highlights des Landes.

Das ist aber nicht mein Ansatz. Ich habe Zeit, richtig viel Zeit. Und wenn mich etwas interessiert dann kann ich mich vertiefen. So bin ich gestern – in Summe wahrscheinlich stundenlang – an den Schiffsanlegestellen der Chao Praya Flussschifffahrt herum geschlendert und habe mir den besten Platz mit Bedacht ausgesucht, um das Geschehen im Auge zu haben. Die Turi´s (sorry Rolf, man sagt wirklich so zu den Touristen) sind lustiger anzuschauen, die Thai interessanter. Ganz langsam bekomme ich ein Auge für die vielen Rassen und ihre äußerlichen Unterschiede.

Werde ich auch für den twice Palast gerügt? Sehr gut, ich freue mich über kompetente, kritische Leser. Viele sagen Grand Palace. Für mich heißt es ab sofort „twice“. Letztes Jahr redete Gerlinde und mir ein Tuk-Tuk-Fahrer ein, dass der Palast schon geschlossen sei, wir sollten doch mit dem Tuk Tuk ..... Wir glaubten es und fuhren....war auch sehr interessant. Wir brauchten also ZWEI Anläufe. Diesmal wurde ich zurückgewiesen: kurze Hose! Also werden es zumindest ZWEI Anläufe. Auch Rache habe ich dann Lak Meuang und Wat Po keinen Eintritt bezahlt. Auge um Auge, und einen neuen Namen als Draufgabe.

Chinatown ist ein Kapitel für sich. Da tut sich etwas! Da gibt es Berge von Waren, unzählige Menschen die hin und her wieseln, teilweise schleppend, Rodeln schiebend und – wo man nicht einmal gehen kann – Moped fahrend mit riesigen Lasten aufgepackt. Eine andere Welt! Dort gibt es auch die berüchtigte schlechte Luft, die ich bisher noch nicht kannte.

Weiter zum MBK-Zentrum. Zuerst mit einem Autobus, dann mit der Metro, dann mit dem Skytrain. Danke, dass Ihr schön langsam den Hut abnehmt vor meiner Leistung! MBK ist ein riesiges Einkaufszentrum. unüberschaubar, auch viel Ramsch, Fresserei ( ich habe in einem richtigen Thai Lokal gegessen, authentisch, sauscharf. Später ein Eis zur Kühlung und eine „Zimtschnecke“ als Wiedergutmachung).

Ins Hotel nahm ich mir ein Taxi. Stau, Stau und – wie mir schien – eine Rundfahrt. 100 Baht = € 2,-. Keine Diskussion, ich habe zuviel bezahlt. Ich hoffe Du glaubst mir, ich war müde und es war mir total egal.

Mittwoch, 21. Januar 2009

In Bangkok


Ich beneide erfahrene Reisende! Was die schon alles wissen. Ich weiß auch schon mehr als letztes Jahr. Z.B. bin ich nicht mehr mit dem Taxi zur Kaosan-Road gefahren. Da gibt es einen Bus, der direkt fährt, und nur 150 Baht (€ 3,-) kostet.


Dagegen klappte die Reservierung im Guesthouse nicht. Ich wollte ein Einzelzimmer, sie haben nur Doppelzimmer, ich sollte antworten, saß aber schon im Flieger. Egal, klappte nicht.


Müsli mit Früchten hilft weiter: Um den akuten Mangel an Vitaminen zu bekämpfen, - ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon Stunden keine Vitamine bekommen – kaufte ich mir besagtes Müsli. Es wirkt auch sofort und ich komme mit einer Deutschen ins Gespräch, die mir Rambuttri-Village-Inn empfiehlt. Angeblich hat es zwei Swimmingpools. Die brauche ich zwar nicht, aber sie haben für mich ein Zimmer frei. Sehr ok. Aussicht auf eine Betonmauer. Ok habe ich zu Hause nicht. Sehr hellhörig. NICHT ok, brauche ich auch hier nicht. Heute wird das Zimmer gewechselt.


Besichtigungsprogramm? Noch nicht wirklich – oder doch. Ich bin in der mir schon recht gut bekannten Gegend herumspaziert. Die Gegend um die Kaosan-Road ist das Backpaker-Eldorade, zumindest laut Reiseführer. Da gibt es Alles. Und Typen .... Das ist schon fast eine Reise nach Bangkok wert.


Auch um mein leibliches Wohl habe ich mich gekümmert. So leistete ich mir ein Frühstück (70), ein Früchte Müsli (30), ein Pat Tai (100), einen Maiskolben (20), eine Ananas (10) und ein Sackerl Erdnüsse (25). Dazu zwei Flaschen Wasser (12).


Für meine Schönheit fand ich den teuersten Friseur und ließ mir 150 abnehmen. Kaum war ich verschönert, fand ich die Ankündigungen mit 80, 100 Baht. Aber bei der Schönheit will ich nicht sparen. Eine Investition in die Zukunft? Hoffentlich eine bessere Investition als mein ganz besonderer Liebling MEL (Meinl European Land). Hallo, Leidensgenossen!


Ansonsten? Wetter angenehm, ca 30 Grad, sonnig. Weitere Reisepläne sind in Ausarbeitung. Peter macht Myanmar nicht mit.


Danke allen „Reagierern“ auf mein Blog! Ob ich eine Verdinstnadel vergebe??? Bei FKKlern?

Dienstag, 20. Januar 2009

Tatsaechlich unterwegs!


Eine Woche für die Vorbereitung. Viel? Sicher für jeden, für mich natürlich viel zu kurz! Aber auch Jahr wäre für mich zu kurz. Egal wie viel Zeit ich hätte, mir fallen so viele Sachen ein, dass letztendlich die Zeit zu knapp wird.

Dafür ist z.B die Computerei absolut einmalig gut geeignet. Ich habe zwei, einen großen, den ich mir im Dezember zusammengebaut habe und meinen kleinen Asus EeePC, das 900g Leichtgewicht. Dieser Asus hat keine Festplatte und kein CD Laufwerk. Daher habe ich meine Daten auf diversen Sticks und SD-Karten. Dann habe ich noch eine externe Festplatte. Da gibt es Möglichkeiten Daten zu verschieben, zu sichern, zu organisieren, zu löschen, neu aufzunehmen. Apropos: Ich habe Interesse am Musik-aufnehmen entwickelt. Geht per Internet-Radio, oder von den eigenen CD. Ergibt aber jedenfalls pro Musikstück 2 Dateien. Wenn man dann Musik hat, muss man sie aber auch wiedergeben können, also wie ist das mit den MP3 Playern? Ich habe keinen neuen bekommen – schluchts – ich konnte mich nicht entscheiden ob ich ein Musikhandy oder einen reinen Player will. So ist mein gutes altes Stück mitgereist.

Andererseits das Internet: Ungeahnte Infos über jeden Winkel der Erde, natürlich aus verschiedenen Perspektiven, in mehren Sprachen. Ein Glück, dass ich nur nur deutsch und wenig englisch verstehe. Und dann natürlich die vielen Tipps von erfahrenen Reisenden!!! Da kann ich tagelang lesen und überlegen. Zum Einstieg empfehle ich onebag.com. Dort ist auch wraping beschrieben. So packe ich meine Tasche ....

Tatsache ist, ich sitze im Flieger, bin also letztendlich fertig geworden und die ganz liebe Irmgard hat hat mir im letzten Moment noch geholfen die Lottoscheine zu kontrollieren (ca € 25 gewonnen! ) und hat mich rechtzeitig zum Flugplatz gebracht. Danke!

Die „billigen“ Plätze hinten sind gut besucht. Ich hatte eine 4erBank für mich. Auf der Nebenbank ist ein bildhübsches Mädchen. Wenn ich jetzt schreibe „wir haben geschlafen“ stimmt es schon. Ich hatte ein Schlafpulver eingeworfen. So merkte ich nichts von ihren Annäherungsversuchen. Wahrscheinlich konnte sie die ganze „Nacht“ (nach A-Zeit von 17-22 Uhr) nicht schlafen. Schicksal der Jugend, da fehlt noch die Ruhe und Gelassenheit. Der Gedanke, dass es so hätte sein können, ist nicht unangenehm!

Die wahren Abenteuer sind im Kopf. Nicht immer: ich bin im Anflug nach Bangkok-

Bleibt gesund und mir gewogen!

Dienstag, 13. Januar 2009

Endlich: gebucht!

Huch, war das eine schwere Geburt! Natürlich wollte ich wieder nach Asien. Heuer besonders nach Myanmar. Myriam hat mir im Sommer von ihrer Reise erzählt Sie war 2008 und erzählte begeistert. Reiseführer (diesmal ein Loose) und Merian-Heft kaufen geht ja leicht und wird von Amazon auch gratis geliefert.

Aber: keine Reisegefährtin, Bedenken wegen Gesundheit, Fadesse, Geld und dem Unbekannten überhaupt, dem Verlassen der Komfort-Zone, d.h. der Aufgabe der gewohnten Bequemlichkeit wie Billa, TV, Internet, PKW etc. etc. etc!!!

So kreisten meine Gedanken. Ich war gleichzeitig dafür und dagegen und wollte keineswegs entscheiden .....

Die Zwischenlandungs-Tickets von Qatar sind 350,- billiger als der Direktflug von EVA. ABER, die "guten" Termine mit kurzer Zwischenlandung in Doha sind ausverkauft. Statt 15 Stunden wäre ich 30 unterwegs! Eine Rückreise im März ist überhaupt schwierig. Super! Ich kann ja gar nicht fliegen!!!

Wenn es also nicht geht, dann ist es erst wirklich interessant. Ich suche und suche und finde: EVA-Air Direktflug, 19.1. bis 16.3. Leider viel teurer als 2008: € 1043,60.

Gut, jetzt habe ich mein Visum für Myanmar, mein Ticket und seit heute meine Impfung.

Noch ein bisserl vorbereiten, einpacken und am Montag setze ich mich auf den Sitz 22C.

Im Reisegebäck ist übrigens mein Asus EeePC, der seit dem Sommer mit XP läuft. Unter Linux schaffte ich nicht den Zugang zum kroatischen Internet.

Sollte Dich mein Blog interessieren, abonniere es doch. Geht mit einem Klick. Natürlich freue ich mich über Reaktionen und Deine Erzählungen.

Helmut

Dienstag, 1. April 2008

900 g sind genug: Eee PC der weiße Winzling

...... eigentlich hatte ich immer einen Laptop. So scheint es mir zu sein. Heute weiß ich, dass so ein Ding ca. 3 kg schwer ist. Das war wir bisher ziemlich egal, weil ich ihn nie viel getragen habe. Jetzt war mein Acer mit in Thailand. In der Reisetasche, in der Laptop-Tasche mit Ladegerät, Maus, PCMCIA Modem, Kabeln, Mauspad ..... und einem Joystick! Die Panik mir könnte langweilig werden, ließ mich gute 5 kg mehr schleppen. In Ko Samui ergab es sich nun, dass meinem Sauna Kumpel sein Schleppi gestohlen wurde. Traurig für ihn - für mich die Gelegenheit leichter weiterreisen zu können. Also tiefgehendes Bla Bla, überschlafen und der Acer wechselt den Besitzer.

Solange ich in Thailand war, ging er mir kaum ab. In Ko Jum war auch nur abends Strom. Aber kaum zurück ............. ging´s los. Was kaufen? Den Größten? Billigsten? Schnellsten? "Qualität"= teuer? Irgendwann frage ich mich dann: den Kleinsten?

Klein + preisgünstig + "in" + sehr neu + exotisch + nicht Lieferbar: dann brauche ich das Ding, und zwar sofort!!!

EBay macht´s möglich. Ich finde einen Anbieter, der bereit ist, mir das Ding sofort zu verkaufen. In weiß, mit 1 GB Hauptspeicher (original 500 MB) und einer 8 GB SDHC Datenkarte. Und weil ich halt ein Sonntagskind bin, ist das Gerät in wirklich neuwertigen Zustand. Danke! Gut ich habe auch mit neuwertigen Euros einen neuwertigen Preis bezahlt.

Jedenfalls habe ich ihn, den Eee PC! Kaum angreifen traut man sich das Kisterl. Beißt aber nicht, und wenn man den Ein-Schalter findet leuchtet sogar der Bildschirm auf! Dann noch mit dem Touchpad umgehen lernen .... Teufel .... diese Wippe .... Linux .... übersichtliche Menü - Struktur .... der Foto-Manager ist unter "Spielen" .... muss man ja nur wissen.

Tatsächlich kann man sofort loslegen und braucht nichts installieren. Alles ist brauchbar - und obwohl "gratis - Software" nicht schlechter als die uns bekannten Kauf - Programme. Apropos installieren! Ja wie denn? Da gibt es keine Festplatte, kein CD-Laufwerk und Linux.

Herrlich - es wird schwierig! Und wie!

Donnerstag, 20. März 2008

Thailand: Meine Mail vom 20.3.2008

Hallo Ihr Lieben,

die Fähre von Krabi nach Ko Lanta bleibt, bei Bedarf, in Höhe Ko Jum einfach stehen. Longtailboote kommen längsseits und die Farangs (= Langnasen = Fremde) werden samt ihrem Mist (=Rucksäcke, Taschen, Koffer) umgeladen. Ein Hallo ist das! Aufgeregte Ankommer, abgeklärte Abreiser, lachende Thais. Am Sandstrand angekommen heißt es „Schuhe ausziehen“, vom Boot hopsen - man steigt ins Wasser - und geht durch den Sand ins Ressort.

Meines heißt Joy = Freude. Passt zu mir, der Stimmung, dem Sand, den Bäumen, dem Meer … zur ganzen Welt! Wie kann das Leben doch schön sein!

Mein Bungalow ist nicht direkt am Strand, aber sehr ok und passt mit 400 Baht (€ 9) in mein Budget. Die ganze Anlage ist sehr weitläufig und liegt an der Westseite der Insel. Dieser Sandstrand ist herrlich für stundenlange Spatziergänge. Bei Ebbe kann man barfuss(!) von der AoSi-Beach bis Baan KohJum spazieren. Sagt Dir nichts? Gute 2 Stunden! Wenn es Dich interessiert kannst Du Dir unter www.kohjumonline.com einen Eindruck verschaffen. Diese Homepage ist übrigens schuld, dass ich dorthin gekommen bin.

Nach meinem Plan wollte ich den typischen touristischen Trampelpfad Ko Lanta, Ko Phiphi, Phuket abklappern. Aber es gab kein Entrinnen, ich war gefesselt. Jeden Tag nahm ich verschiedene Anläufe, versuchte es am Strand, im Wald, schwimmend, mietete ein Bike und suchte die ganze Insel ab, dachte nach, stärkte mich mit köstlichem Essen und klarem Wasser in verschiedenen widerlich netten Lokalen, aß frische Früchte als Vitaminbomben, versuchte Informationen in Gesprächen, Büchern oder Zeitschriften zu erhalten, alles umsonst! Ich kam nicht mehr weiter. Also nahm ich es hin und machte das Beste daraus: ich genoss die Zeit und widmete mich mir selbst und kümmerte mich sehr um mein Wohlergehen. Erfolgreich! Eben – ein Sonntagskind auf Reisen.

Die Endlichkeit machte sich schließlich als Rückflugtermin bemerkbar. Jetzt passte mein Ticket Phuket – Bangkok natürlich nicht mehr so gut. Sehr gut – ist das auch erledigt: für heuer kann ich das Tickerverfallenlassen schon abhacken. Auch das ist damit erledigt. Eine sehr nette, leider keineswegs hübsche Thai-Lady verkauft mir ein Neues: Krabi – Bangkok. Mit dem fliege ich.

In Bangkok habe ich dann genug Zeit, nochmals in die Stadt zu fahren. Nostalgisch wandere ich durch die schon gut bekannte Khao San-Road, internette, esse, nasche. Zum „blöd schaun“ habe ich noch Zeit, für den Friseur nicht mehr und ab zum Flugplatz. Alles klappt ….

… und Wien hat mich wieder. Das war´s! Schön war´s! Bin ich froh, dass ich es gemacht habe!

Wenn ich gesund bleibe … kann ich vielleicht noch einmal etwas erzählen. Wer weiß? Eine vage Vorstellung hätte ich ja …

Liebe Grüße
Helmut